Arbeitsverfahren

Jeder Niederländer, der im Ausland im Gefängnis landet, wird gemäß der Wiener Konvention, bei der im Inhaftierungsland ansässigen niederländischen Botschaft gemeldet. Die Botschaft erteilt oder schickt jedem gemeldeten Inhaftierten Informationen zu der niederländischen Bewährungshilfe und zu den Betreuungsmöglichkeiten, die diese Organisation bietet. Darunter fällt auch die Möglichkeit, während der Inhaftierung eine Fernausbildung zu absolvieren. Falls der Inhaftierte in dem Formular an die Bewährungshilfe zu erkennen gibt, für diese Ausbildung in Betracht kommen zu wollen, schickt die Bewährungshilfe diesbezüglich Informationen mit einem Anmeldeformular. Sobald die Bewährungshilfe dieses Formular zurückerhalten hat, wird an die Stiftung “Educatie achter buitenlandse tralies” eine gezielte Ausbildungsempfehlung geschickt. Die Stiftung Eabt schickt dem Inhaftierten anschließend ein Kennenlern-Paket für den beantragten Kurs mit entsprechenden Hausaufgaben. Das Zuschicken kann – je nach den Regeln in oder Vereinbarungen mit der entsprechenden Haftanstalt – durch Vermittlung der niederländischen Botschaft oder der Ausbildungsabteilung der Haftanstalt erfolgen. Dadurch wird gewährleistet, dass das Ausbildungsmaterial auch tatsächlich bei dem Inhaftierten ankommt.

Falls die Hausaufgaben gemacht und zurückgeschickt wurden, wird der Kurs bestellt und an den Inhaftierten geschickt. Die Hausaufgaben gehören zum Kurs und werden durch Vermittlung des Hausaufgabenbeauftragten überprüft und beurteilt und anschließend – mit Kommentar oder Empfehlungen versehen – an den Inhaftierten zurückgeschickt.

Bei erfolgreicher Absolvierung des Kurses wird ein Zeugnis oder eine Teilnahmebescheinigung ausgestellt. Nach Fertigstellung eines Kurses kann ein neuer Kurs beantragt werden, ein Inhaftierter darf keine 2 Kurse gleichzeitig belegen.